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 Legasthenie- und Dyskalkulie-Training 

 












Was ist Legasthenie? Was ist Dyskalkulie? Wie erkennt man sie? 


Lese-Rechtschreibschwäche-Symptome, Legasthenietest

Grundsätzlich spricht man von einer Primär- und/oder Sekundärlegasthenie, wenn man folgende Lese-Rechtschreibschwäche-Symptome beobachten kann:


eine zeitweise Unaufmerksamkeit des Kindes beim Schreiben oder Lesen

  • differente Sinneswahrnehmungen
  • durch unscharfe Sinneswahrnehmungen und die daraus resultierende Unaufmerksamkeit entstehen Wahrnehmungsfehler
  • häufig werden die Buchstaben vertauscht, z. B. b mit d, q mit p, 
  • Fehlerhäufungen beim Lesen oder Schreiben durch Weglassen von Vokalen, Vokale werden angehängt oder eingefügt
  • oft wiederkehrende Wörter werden immer falsch geschrieben, z. B. fon - vür (von-für)
  • Dehnungen bereiten Probleme (Dehnungs-h, i und ie)
  • Dopplungen werden nicht erkannt (tt, mm, ss, rr, nn)

 Ferner kann man Legasthenie durch einen zertifizierten Legasthenietest feststellen.

 

Was ist Dyskalkulie? Dyskalkulietest

Dyskalkulie wird auch umgangssprachlich gerne Rechenschwäche oder Zahlenblindheit genannt. Die Eltern denken, "Hilfe, mein Kind kann nicht rechnen.".

Treten hartnäckige Schwierigkeiten beim Rechnen über einen längeren Zeitraum (ein halbes Jahr oder länger) auf, kann von einer Dyskalkulie oder Rechenschwäche ausgegangen werden. Diese Probleme haben nichts mit der Intelligenz zu tun!

Hinweise auf eine mögliche Dyskalkulie:

  • Der Zusammenhang zwischen Zahlbegriff und Menge fehlt
  • Statt zu rechnen wird einzeln dazugezählt
  • Zahlendreher  (23 - 32)
  • Rechensymbole werden verwechselt oder nicht erkannt
  • Es wird viel Zeit bei den Aufgaben benötigt
  • Schwierigkeiten beim Überschreiten der 10er, 100er, 1000er
  • Schwierigkeiten beim Vorwärts- bzw. Rückwärtszählen
  • Schwierigkeiten beim Erlernen des 1x1
  • Schwierigkeiten beim Erlernen der Uhrzeiten
  • Angst vor dem Unterricht
  • Rechts-Links-Unterscheiden fällt schwer
  • räumliches Denken fehlt oder fällt schwer

Genaue Erkenntnisse geben der Dyskalkulietest oder auch der AFS-Test. Hieran richtet sich dann auch der Trainingsplan.

Dyskalkule Menschen haben differente Sinneswahrnehmungen. Diese gilt es zu trainieren. Es reicht nicht aus, nur die nicht verstandenen Rechenaufgaben mit Hilfe eines Nachhilfelehrers zu wiederholen. Eine Dyskalkulie verwächst sich auch nicht.

Sicher ist, dass auch ein Kind mit Dyskalkulie Rechnen lernt. Hierzu ist eine gezielte Förderung über einen längeren Zeitraum durch speziell ausgebildete Dyskalkulietrainer nötig. Das Kind automatisiert das in der Praxis gelernte Wissen und kann dadurch im Fach Mathematik dieses Wissen umsetzen.

Trainiert werden die Sinneswahrnehmungen, welche für den Erwerb des Lesens und Schreibens benötigt werden. Diese laufen bei einem Kind mit Legasthenie nicht in geregelten Bahnen

Die Sinneswahrnehmungen werden durch, dem Trainer zur Verfügung stehendes Trainingsmaterial trainiert. Dies kann ein Spiel sein  (z. B. Ubongo oder auf das Kind abgestimmte, erstellte Trainingsblätter oder Trainingskärtchen). Das Kind muss lernen, besser und genauer hinzuschauen, hinzuhören, den Raum besser einzuschätzen.

Ferner kommt der Trainer nicht umhin, auch Aufgaben mit in das Training einfließen zu lassen wie z. B. Leseübungen, Silbenklatschen, Schreib- und Schwungübungen, Arbeitsblätter, Textaufgaben, mathematische Grundbegriffe kennen und umsetzen, die Grundrechenarten, das 1x1. Ziel ist es, den Rückstand in der Schule abzubauen und Neues sicher zu erlernen, damit kein weiterer Rückstand entsteht. Hierbei wird eine Zusammenarbeit mit der Schule begrüßt.


Kostenübernahme


Nach der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gelten Legasthenie und Dyskalkulie als "umschriebene Schwäche".

Legasthene oder dyskalkule Menschen generell als schwach, gestört oder gar behindert zu bezeichnen ist falsch.

Allerdings findet die Notwendigkeit der pädagogischen Intervention (Therapie) bei Legasthenie und/oder Dyskalkulie nach der WHO keine Erwähnung, so dass Behandlungskosten von den Krankenkassen nicht übernommen werden.

Diese Menschen benötigen ein spezielles Training, welches Nachhilfelehrer selten oder gar nicht erbringen, da diese meist nur den Unterrichtsstoff vertiefen. Die eigentlichen "Schwächen" (diese sind unter dem Punkt "Was ist Legasthenie? Was ist Dyskalkulie" näher erläutert) können ohne spezielle Ausbildung nicht effektiv gefördert werden. Daher sind diese Kinder einfach schlecht in Mathe.


Zuschüsse

Sollte Ihr Kind versetzungsgefährdet sein, sprechen Sie mit der Schule. Diese kann Ihnen eine entsprechende Bescheinigung für die Förderung bei einem Fremdanbieter (Nachhilfeinstitut, Therapeuten, Trainer) ausstellen. Mit dieser Bescheinigung beantragen Sie beim Jobcenter ihrer Stadt oder des Kreises die Zuschüsse. (Bildung- und Teilhabe-Paket)
Sobald Ihnen der Antrag  für Lernförderung bewilligt wurde, bekommen Sie die sog. Münsterlandkarte. Auf dieser befindet sich ein Guthaben. Wir rechnen die Nachhilfe/das Training dann direkt über die Bildungskarte ab.


Eingliederungshilfe

Legasthenie- und Dyskalkulie-Therapie kann als Eingliederungshilfe gem. § 35a SGB VIII im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe bewilligt werden. Wenn der Träger der öffentlichen Jugendhilfe die Leistung nicht selbst erbringt, kann er sich privater Leistungserbringer auf dem freien Markt bedienen. 

Der Anspruch auf Eingliederungshilfe als Leistung der Kinder- und Jugendhilfe setzt generell voraus, dass bei Ihrem Kind eine seelische Behinderung vorliegt oder zumindest droht. Außerdem muss aufgrund der seelischen Behinderung die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft beeinträchtigt sein. Das Vorliegen der seelischen Behinderung muss durch ein fachärztliches Gutachten nachgewiesen werden.

Nachsatz: Heutzutage muss kein Kind mehr schlecht in Mathe sein oder Probleme bei der Rechtschreibung haben.




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